Das Bundesministerium für Gesundheit hat die wichtigsten Fragen aufgelistet und gibt dabei einfach und verständlich die wesentlich Antworten zur geplanten Gesundheitsreform.
Die Hausärzte verstärken ihren Widerstand gegen die Sparpläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler: Er will die Honorarzuwächse der Hausärzte im nächsten Jahr begrenzen, erhofft sich dadurch Einsparungen von rund 500 Millionen Euro.
Bei neuen Hausarztverträgen sollen keine Honorarsteigerungen mehr zugelassen werden, die über dem jeweiligen Plus bei den übrigen Ärzten liegen. Die Maßnahme ist eine von vielen, mit denen das Kassendefizit von voraussichtlich elf Milliarden Euro nächstes Jahr ausgeglichen werden soll.
Daniel Bahr im Gespräch über den Kompromiss bei der Gesundheitsreform und darüber nicht jetzt schon wieder alles zu zerreden.
Am Anfang stand eine Regierungskommission, an der mehrere Bundesminister beteiligt waren, am Ende steht eine Gesundheitsreform. Die drei Parteivorsitzenden von CDU/CSU und FDP einigten sich heute gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler auf ein Konzept zur Weiterentwicklung der Finanzen im Gesundheitssystem. Das Defizit von rund 11 Mrd. Euro im Jahre 2011 kann damit ausgeglichen werden.
Hierfür werden alle Beteiligten am Gesundheitswesen gleichermaßen belastet. Etwa 3,5 Mrd. Euro erbringen die so genannten Leistungserbringer, also Ärzte, Heilpraktiker etc. Weitere 2 Mrd. kommen als Steuerzuschuss hinzu. Sowohl der Beitrag derArbeitnehmer als auch der Arbeitgeber werden erhöht, so dass sich ein Gesamtbeitrag in Höhe von 15,5% (14,6% paritätisch von beiden Seiten, 0,9% nur von den Arbeitnehmern) ergibt.
In seiner Sitzung hat der Deutsche Bundestag eine Weiterentwicklung der elektronische Gesundsheitskarte mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen beschlossen. Zukünftig soll bei jeder erstmaligen Inanspruchnahme von Leistungen im Quartal die Versichertenstammdaten bei den an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Leistungserbringer abgeglichen werden. Diese Regelung dient im Wesentlichen der Verbesserung des Datenschutzes, der Missbrauchsbekämpfung und der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.
Bei diesem Vorschlag handelt es sich nicht um eine dauerhafte Online-Anbindung der Arztpraxen.