08.10.2007
Die Versicherten zahlen immer höhere Krankenkassenbeiträge bei gleichzeitig schlechterer Versorgung
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BERLIN. Zu den heutigen Meldungen über einen Höchststand bei den Krankenkassenbeiträgen und Versorgungsproblemen in Krankenhäusern erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Daniel BAHR: Die Versicherten zahlen immer höhere Beiträge bei gleichzeitiger Verschlechterung der medizinischen Versorgung. Das ist das Ergebnis der seit neun Monaten wirkenden Gesundheitsreform der so genannten großen Koalition. 14,8 Prozent beträgt mittlerweile der durchschnittliche Beitragssatz der GKV gegenüber 14,18 Prozent im 1. Halbjahr 2006. Das ist ein Rekordniveau. Gleichzeitig erleben die Patienten was es heißt, wenn sich die Versorgung verschlechtert. In den Krankenhäusern wird immer mehr Personal abgebaut. Der Sanierungsbeitrag, den die schwarzrote Koalition den Krankenhäusern mit circa 250 Millionen Euro abverlangt, hat hier das Fass zum Überlaufen gebracht. Aber auch in anderen Bereichen sieht es nicht viel besser aus. Der mehr und mehr drückende Ärztemangel, der insbesondere die ländlichen Regionen erfasst hat, ist auch ein Ergebnis der jahrelangen Kostendämpfung und der mangelnden Bereitschaft, die Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte wieder so zu gestalten, dass sich junge Leute dafür entscheiden, diesen Beruf in Deutschland auszuüben. Wir brauchen eine echte Strukturreform, die die Probleme einer alternden Bevölkerung und die Entwicklung des medizinischen Fortschritts bewältigt und keine faulen Kompromisse.

