''Der Gesundheitsfonds muss verhindert werden!''
16. Juli 2008
München - "Gesundheitspolitik: Risiken und Nebenwirkungen" - zu diesem Thema referierte Daniel Bahr vor Ärzten, Apothekern, Patienten und Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns in München.Er erinnerte daran, dass die Bevölkerung große Erwartungen bezüglich einer grundlegenden Gesundheitsreform an die große Koalition hatte, die diese nicht erfüllt hat: "Die Koaltion hat die Ziele der Reform aus den Augen verloren". Er wies erneut darauf hin, dass der Gesundheitsfonds eine große Geldumverteilungsbehörde und Einheitskasse ist, die den Weg in ein zentralistisches Gesundheitssystem ebnet und Wettbewerb verhindert. Folge sind ein Mehr an Strukturproblemen und Bürokratie, sowie eine schlechtere medizinische Versorgung. Patienten, deren Länder ein zentralistisches Gesundheitssystem hätten, kämen unter anderem nach Deutschland. Er plädierte dafür, der Politik möglichst wenig Einfluß darauf zu geben, mit Beitragsgeldern der Versicherten Ihre Zwecke zu erfüllen. "Diese müssen ausschließlich der Versorgung zur Verfügung stehen", so Bahr. In der anschließenden Diskussion äußerte er Verständnis für den Unmut der Ärzte und forderte zu einer Fortsetzung des Protestganges in Bayern gegen den Fonds auf.
(Im Bild vlnr: Dr. Josef Pilz (Veranstalter), Daniel Bahr, Dr. Hortensia Pfannenstiel (Veranstalterin), Dr. Axel Munte (Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns) und Dr. Otto Bertermann (Gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bayern ). (Foto: SX Heuser)


