Bahr: ''Keine Entwarnung, aber Fallzahlen gehen zurück – mehr Klarheit für Verbraucher''
..Informationen des Bundesministers für Gesundheit zu EHEC
Die Gesundheitsbehörden haben am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung ihre Warnung zurückgezogen, aufgrund der EHEC-Infektionen auf rohe Gurken, Tomaten und Blattsalate zu verzichten. Sie warnen jedoch weiterhin vor dem Verzehr von rohen Sprossen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass ein Sprossen-Erzeuger in Niedersachsen vermutlich Auslöser der Epidemie war.
Gesundheitsminister Daniel Bahr und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner zeigten sich am Freitag in Berlin entsprechend erleichtert.
"Es ist ein gutes Signal für die Verbraucher, weil jetzt mehr Klarheit herrscht", so Gesundheitsminister Daniel Bahr. Für eine Entwarnung sei es aber immer noch zu früh. Die weiterhin rückläufigen Fallzahlen würden jedoch Anlass zu Optimismus bieten.
Die bisherige Warnung vor Gurken, Tomaten und Salaten sei dennoch richtig gewesen. Da Sprossen oft zusammen mit diesen Gemüsesorten gegegessen were, habe der Verzicht auch dazu beigetragen, dass sich die Situation langsam entspanne. Außerdem habe es auf der Suche nach der Spur des Erregers geholfen. "Gesundheit hat Priorität", sagte Daniel Bahr.
Bahr bedankte sich bei allen Ärzte- und Pflegepersonal in den Krankenhäusern für ihren unermüdlichen Einsatz sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Gesundheitsinstitute. Ausdrücklich lobte der Minister die Arbeit des Robert Koch-Instituts.
Über weitere Verbesserungen der Zusammenarbeit und Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern und den beteiligten Instituten werde wie am Mittwoch vereinbart im Rahmen der nächsten Gesundheitsminister- und Verbraucherkonferenz gesprochen.
Weitere O-Töne des Ministers vom 10. Juni 2011
Verdacht auf Infektionsquelle Sprossen erhärtet
Weitere Evaluation der Bund-Länder-Zusammenarbeit und der Zuständigkeiten
Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit
Fragen zu EHEC beantwortet auch das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Gesundheit unter der Telefon-Nr. 01805 - 99 66 01. Sie erreichen die angegebene Servicenummer von montags bis donnerstags, 08.00 bis 18.00 Uhr, und freitags von 08.00 bis 12.00 Uhr. In dringenden Fällen kontaktieren Sie bitte einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus.
Weitere nützliche Links:
Bundesinstitut für Risikobewertung
Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu EHEC


